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Als Berater in die Selbstständigkeit

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Existenzgründungen sind im Moment schwer in Mode. Immer mehr Startups schießen in den unterschiedlichsten Branchen aus dem Boden. Auch der Beruf des Beraters ist selbstverständlich davon betroffen.

Wenn Sie darüber nachdenken, sich auf diesem Feld Ihre eigene berufliche Existenz aufzubauen, sollten Sie die folgenden Ratschläge unbedingt beherzigen.

  1. Hinterfragen Sie Ihre Motive

Auch wenn es vielleicht so klingt: Mit diesem Punkt ist nicht gemeint, dass Sie ihre Selbstständigkeit per se hinterfragen sollen. Vielmehr ist damit gemeint, dass Sie sich klar machen sollten, warum Sie Ihre eigene Existenz aufbauen wollen beziehungsweise welche Vorteile gegenüber der Festanstellung Sie sich davon versprechen.

Diese Motive sind meistens schnell gefunden und unterscheiden sich nicht von denen jedes anderen Existenzgründers. Sicher geht es auch Ihnen um Unabhängigkeit, die Möglichkeit, sich Aufträge irgendwann frei aussuchen zu können und sich von den Regulierungen und dem fremdbestimmten Erfolgsdruck in Ihrem aktuellen Job freizumachen.

Warum sollten Sie sich diese offensichtlichen Dinge also so klar vor Augen führen?

Im Zuge Ihrer Gründungsphase wird es immer wieder Situationen geben, in denen Sie versucht sein werden, die Flinte ins Korn zu werfen. Meist liegt das an ausbleibenden Aufträgen oder durchgearbeiteten Nächten. In solche Momenten hilft es, sich immer wieder bewusst zu machen, warum Sie das alles auf sich nehmen. Auch wenn es vielleicht albern klingen mag: Schreiben Sie Ihre Motive auf und hängen Sie sie gut sichtbar an die Wand. Diese tägliche Visualisierung kann Ihnen in schwierigen Zeiten enorm helfen.

  1. Sorgen Sie für einen klar erkennbaren Mehrwert

Die Beraterbranche ist ein extrem weitläufiges Feld. In fast jedem Bereich kann man durch Consulting gutes Geld verdienen. Es gibt Unternehmensberater, Vermögensberater, Seelsorger und vieles mehr. Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen.

In diesen Bereichen herrscht oft eine sehr starke Konkurrenz. Und von dieser gilt es sich abzusetzen, indem man für seine Kunden einen gut sichtbaren Mehrwert schafft und diesen durch geschicktes Marketing auch klar nach außen transportiert.

Wenn Sie sich als Berater selbstständig machen, dann höchstwahrscheinlich in einer Branche, die Sie gut kennen. Machen Sie sich bewusst, was Sie selbst von einem Berater erwarten würden und stellen Sie sicher, dass sie Ihren Kunden genau das bieten.

  1. Vernachlässigen Sie die Unternehmensführung nicht

Der Start in die Selbstständigkeit ist mit einem immensen Arbeitsaufwand verbunden. Für Ihr Kerngeschäft und die Kundenakquise müssen Sie viel Zeit einkalkulieren. Viele Gründer behandeln deswegen die Unternehmensführung eher stiefmütterlich beziehungsweise unterschätzen diesen Bereich. Schließlich mussten sie sich als Arbeitnehmer nie damit beschäftigen und wissen deswegen nicht, wie viel Arbeit es bedeutet, Dinge wie Buchhaltung oder Rechnungsbearbeitung zu erledigen.

Bleiben Sie in dieser Hinsicht unbedingt von Anfang an am Ball. So verhindern Sie nicht nur Ärger mit dem Finanzamt, der bei lückenhaft geführten Büchern vorprogrammiert ist, sondern erhalten auch einen unschätzbar wertvollen Einblick in Ihre aktuelle finanzielle Situation. Für Ihre strategische Ausrichtung und Gespräche mit potentiellen Investoren ist das selbstverständlich von großem Vorteil. Aus diesem Grund ist auch eine Auslagerung nicht zu empfehlen.

Diese Aufgaben können Sie sich merklich erleichtern, indem Sie eine Unternehmenssoftware verwenden. Solche kleinen Bürohelfer können mittlerweile alle Tätigkeiten erledigen, die mit der erfolgreichen Führung Ihres eigenen Unternehmens zusammenhängen.

  1. Lassen Sie sich selbst beraten

Aus der Tatsache, dass Sie selbst Berater sind, sollten Sie nicht schließen, dass Sie keinen Berater brauchen. Im Gegenteil, den Nutzen eines Spezialisten, der mit Rat und Tat zur Seite steht, sollten Sie selbst am besten kennen. Sprechen Sie also auf jeden Fall mit einem Gründungsberater, der Ihnen dabei helfen kann, alle neuen Herausforderungen zu meistern, die Sie im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit erwarten.

Spezielle Beratungen für Gründer gibt es bei der Agentur vor Arbeit oder bei der KfW. Letztere kann Ihnen gegebenenfalls auch mit Fördermitteln zur Seite stehen, falls Ihr Eigenkapital für die Gründung nicht ganz ausreicht.

Hilfen & Tipps finden Sie auch hier:

http://www.existenzgruender.de

https://www.ihk-niederbayern.de/existenzgruendung-unternehmensfoerderung

 

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Autor: B Breit

Systemische Supervisorin und Coach, systemische Therapeutin, Journalistin

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