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Wie wird man ein Familien- und Paartherapeut?

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In vielen Fällen kann eine Paar-und Familientherapie hilfreich sein, um akute oder chronische Konflikte innerhalb der Familie oder in der Beziehung zu bearbeiten, und um positive Veränderungen innerhalb dieses Systems zu erreichen.

Die Berufsbegriffe rund um Paartherapie und Familientherapie,  beispielsweise „Paartherapeut“, „Paarberatung“, „Familientherapeut“ oder „Familienberatung“ sind gesetzlich jedoch nicht geschützt.

Die Systemische Therapie bzw. systemische Familientherapie, die sich insbesondere mit Paaren und Familien beschäftigt, die aber auch für (einzelne) Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche angeboten wird, gilt als wissenschaftlich anerkannt. Viele Institute bieten hier Ausbildungen an, die sich an den Qualitätsstandards der beiden größten systemischen Berufsverbände – der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) und der Systemischen Gesellschaft (SG) – orientieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie mit Sitz in Köln etwa arbeitet bundesweit mit ungefähr 70 Instituten zusammen. In einem ‚dialogischen Prozess‘ erklärt Geschäftsführer Bernhard Schorn, werde die Güte der Weiterbildung gesichert: ‚Nur wen wir gut kennen und als gut bewerten, erhält unser Zertifikat.‘
Zur Weiterbildung zugelassen sind in der Regel auch Menschen aus sozialen Berufen. (…) ‚Entscheidend sind Qualifikation und Berufserfahrung‘, sagt Schorn, …“ (Quelle: www.dgsf.org)

Zertifikate der Fachgesellschaften für systemische Therapie oder psychoanalytische Paar- und Familientherapie belegen, dass bestimmte inhaltliche und formale Anforderungen in der Ausbildung erfüllt wurden. Wichtiges Kriterium ist zum Beispiel die Mitgliedschaft in der Systemischen Gesellschaft oder beim DGSF.

In der Regel ist mindestens Berufserfahrung im sozialen Bereich und/ oder ein humanwissenschaftliches Studium erforderlich.

Eine Übersicht und weitere Informationen über die Ausbildung zum  zertifizierten Familientherapeuten aber auch die Voraussetzungen für eine Zertifizierung finden Sie auf den Seiten der Systemischen Gesellschaft oder DGSF.

Hier können Sie auch nach systemisch qualifizierten Fachleuten suchen, die Beratung, Coaching, Supervision oder Therapie anbieten.

 

Weitere Informationen zur Ausbildung :

Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung (10. März 2016):
http://www.sueddeutsche.de/karriere/soziales-leben-profis-fuer-beziehungen-1.2897120

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Autor: B

Systemische Supervisorin und Coach, systemische Therapeutin,

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